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Lieber ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende? - Am Ende doch verloren!
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Harrys Freunde


Moderator
66 Beiträge

Lieber ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende? - Am Ende doch verloren! , 09 Jan. 2017 19:16


Leider ist nun genau das passiert, was wir Harry nicht gewünscht haben.
Aus Vernunftsgründen musste er nun einem Vergleich zustimmen, der ihn viel, viel, viel Geld kostet.

Im ersten Moment liest man 450.000 Euro und denkt das ist ja nicht gerade wenig
Wir gehen aber davon aus, dass von den erhaltenen 450.000 Euro mind. 200.000 Euro direkt vom Finanzamt kassiert werden.

Vom Restbetrag müsste er grundsätzlich in die Rente einbezahlen, was aber trotzdem bedeutet, dass er Stand heute nie eine Rente bekommen wird, wie er sie unter normalen Umständen bekommen hätte. Er wird später eine sehr geringe Rente erhalten, wenn er krankheitsbedingt noch weiter arbeitsunfähig bleiben sollte.

Harrys Leben wurde zerstört, sein Kind wurde ihm genommen. Er ist krank und arbeitsunfähig und hat nun gesamt nicht einmal das bekommen, was er die ganzen Jahre hat aufbringen müssen, um seine Unschuld zu beweisen. Anwaltsrechnungen wurden u.a. nicht angerechnet, Kosten nicht übernommen...

Dieses Jahr "feiern" wir 20-jähriges Justizdrama-Jubiläum.
20 Jahre in Angst,
20 Jahre in denen er krank gemacht wurde,
20 Jahre die still standen, die er auf der Stelle treten musste,
20 Jahre die man ihm geraubt hat,
20 Jahre in denen sein Sohn heranwuchs und ihm entfremdet wurde.

Am Ende lässt man ihn ohne Zukunft zurück, schliesst die Akte und tut so als hätte man irgendetwas wieder gutgemacht!

Armes Deutschland! Man muss sich für Dich schämen!

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Justizopfer Harry Wörz erhält nach Vergleich 450 000 Euro vom Land

Justizopfer Harry Wörz und das Land Baden-Württemberg haben sich nach langem Rechtsstreit auf eine Entschädigung von 450 000 Euro geeinigt. Beide Seiten hätten nach einer mündlichen Verhandlung im Juni 2015 außergerichtlich weiter verhandelt und sich geeinigt, teilte das Landgericht Karlsruhe am Montag mit.

Das Landgericht habe den Vergleich mit Beschluss vom 22. Dezember 2016 festgestellt. Damit seien sämtliche Ansprüche abgegolten. Der gelernte Installateur und Bauzeichner Wörz werde mit der Summe im Wesentlichen für vergangenen und künftigen Verdienstausfall entschädigt.

Der heute 50-Jährige aus Birkenfeld war 1998 vom Landgericht Karlsruhe wegen versuchten Totschlags an seiner damaligen Frau zu elf Jahren Haft verurteilt worden. Er saß viereinhalb Jahre hinter Gittern, heute gilt er als unschuldig. Jahrelang stritt er vor verschiedenen Gerichten, bis er im Dezember 2010 vom Bundesgerichtshof endgültig rehabilitiert wurde.

Jemand hatte in der Nacht seine von ihm getrennt lebende Frau mit einem Schal gewürgt, bis sie bewusstlos war. Sie ist seitdem ein schwerer Pflegefall und kann sich nicht mehr äußern. Der Täter ist bis heute nicht ermittelt.

Bislang hat der Staat Wörz an die 180 000 Euro brutto zugebilligt. Für seinen Verdienstausfall und als Ausgleich der Kosten für Anwälte und Möbel aus seiner wegen der Haft aufgelösten Wohnung hatte Wörz mindestens weitere 110 000 Euro gefordert - und eine Berufsunfähigkeitsrente über das Jahr 2016 hinaus.

Während des Entschädigungsverfahrens im vergangenen Jahr hatte Wörz gesagt, «die haben mein Leben kaputt gemacht». Sein Vorwurf richtete sich gegen Polizei und Justiz. Der damalige Justizminister von Baden-Württemberg, Rainer Stickelberger (SPD), äußerte Verständnis. Er bedauere «zutiefst die großen Belastungen, denen Herr Wörz ausgesetzt war und bis heute ist», sagte ein Sprecher damals.






Geändert von Harrys Freunde am 9.Jan.2017 19:19

 HomePage   http://www.pz-news.de/region_artikel,-Justizopfer-Harry-Woerz-erhaelt-nach-Vergleich-450-000-Euro-vom-Land-_dossier,-Harry-Woerz-_arid,1143138_dossierid,21.html
 
 
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